Brinkmann Marconi

Unsere Meinung:

Im Vergleich zu anderen Geräten hebt sich die Brinkmann Vorstufe Marconi so sehr durch ihre Musikalität heraus, dass es kaum zu glauben ist, dass sie Vergleichsfeld auch noch die Günstigste ist!

Die Röhren-Transistor Kombination macht wirklich aus Druck und Geschmeidigkeit einen schönen Musikfluss.

 Testbericht Brinkmann Marconi, Image Hifi 05/04

Vorverstärker »Marconi«

Der Vorverstärker hat drei Aufgaben: 1. Er ist Schaltpult für die verschiedenen Eingänge. 2. Er regelt die Lautstärke der Wiedergabe. 3. Er bereitet das Signal so auf, dass auch lange Kabel zwischen Vor- und Endverstärker den Klang nicht beeinflussen können. Das Allerwichtigste ist natürlich, dass das Signal vom Vorverstärker möglichst wenig, im Idealfall überhaupt nicht beeinflusst wird.
Bei der Entwicklung des »Marconi« sind wir wie gewohnt keinerlei Kompromisse eingegangen. So verfügt er über sechs Eingänge für Hochpegelquellen; zwei davon symmetrisch. Die Lautstärkeregelung erfolgt zweistufig und rein elektronisch. Einerseits lässt sich die Empfindlichkeit für jeden der sechs Eingänge individuell einstellen; dies vermeidet die sonst üblichen Lautstärkeunterschiede beim Umschalten zwischen verschieden lauten Quellen. Die Regulierung der Abhörlautstärke wiederum erfolgt über ein motorisiertes Potentiometer, das entweder mit einem Knopf auf der Frontplatte oder durch Drucktasten auf der Fernsteuerung bedient wird. Das Potentiometer dient zur (digitalen) Ansteuerung spezieller ICs, welche die Lautstärke klangneutral mit Einzel-Widerständen passiv und präzis in 0,5-dB-Schritten einstellen.
Größtmögliche Immunität gegenüber jedwelchen Einflüssen lässt sich nur durch die symmetrische Signalverarbeitung erreichen. Für einen Stereo-Vorverstärker sind ingesamt vier komplette Verstärker nötig, weil das Musiksignal sowohl phasenrichtig als auch um 180 Grad phasenverschoben verarbeitet wird. Komponenten und externe Störungen beeinflussen das phasenrichtige und das phasenverkehrte Signal gleichermaßen; diese Einflüsse lassen sich am Eingang der Endstufe durch eine Verstärkerstufe eliminieren, welche nur die Differenz zwischen den beiden Signalen (die Musik) verstärkt, nicht aber die Gemeinsamkeiten (die Störungen). Dies rechtfertigt die Verdoppelung des Schaltungsaufwandes.
Die Signal-Invertierung erfolgt mit einer röhrenbestückten Phasenumkehrstufe. Röhren verwenden wir nicht aus nostalgischen Gründen, sondern weil sie praktisch trägheitslos arbeiten und somit ein praktisch perfekt zeitsynchrones gegenphasiges Signal erzeugen. Damit die Verlustwärme ungehindert abziehen kann, sind die Röhren in den beiden großen Kühlkörpern untergebracht.
Mit der Fernbedienung lassen sich die Eingänge anwählen, die Lautstärke regulieren (inkl. Stummschaltung) und die absolute Phase des Ausgangssignals umschalten; das Display auf der Frontplatte informiert über den angewählten Eingang, dessen Pegel und die absolute Phase.